Bessere Integration mit Deutschförderklassen

Bessere Integration mit Deutschförderklassen

Am Donnerstag, dem 17. Mai hat der Nationalrat die Einführung von Deutschförderklassen ab dem nächsten Schuljahr beschlossen. Damit sollen jene Schüler gefördert werden, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterricht zu folgen.

„Ein richtiger und wichtiger Schritt um allen Schülern die gleichen Bildungschancen zu garantieren und die Integration zu fördern“, so die jüngste Nationalratsabgeordnete Claudia Plakolm.

Hintergrund dieses Beschlusses war das Ergebnis eines Tests der Deutsch Bildungsstandards im Jahr 2016. Von 15.000 getesteten Schülern hat etwa die Hälfte die Bildungsstandards Deutsch nicht erreicht. Zwei Drittel von ihnen hatten Migrationshintergrund.

„Es gibt in vielen Klassenzimmern das Problem, dass Schüler aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse dem Unterricht nicht folgen können. Das wollen wir ändern“, so Plakolm.

Die Zuteilung in eine Deutschförderklasse erfolgt ab der Schuleinschreibung 2019 auf Basis österreichweit einheitlicher, standardisierter Testverfahren. Deutschklassen erhalten einen eigenen Lehrplan, der den raschen Erwerb der gemeinsamen Sprache in den Mittelpunkt rückt. Nicht sprachintensive Fächer, wie etwa Musik, Sport oder Werken, werden in der Regelklasse belegt. Nach einem Semester wird das Sprachniveau erneut getestet um zu sehen, ob weiterhin Förderbedarf besteht. Folgt der Übertritt in den regulären Unterricht, erhalten die Schüler weiterhin noch sechs Deutschförderstunden wöchentlich.

„Mit den Deutschförderklassen verbessern wir die Integration nachhaltig und sichern gleichzeitig für alle Kinder die Chance auf eine erfolgreiche Schul- und Berufslaufbahn!“, betont Claudia Plakolm.