Plakolm: Entgeltfortzahlung für Freiwillige bei Großschadensereignissen

Bessere Integration mit Deutschförderklassen

Österreich verdankt seine hohe Lebensqualität vor allem auch dem freiwilligen Einsatz im Sozial-, Gesundheits-, Kultur- und Sportbereich, in der Katastrophenhilfe oder bei den Rettungsdiensten bzw. Feuerwehren. Knapp 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren und damit über drei Millionen Österreicher sind in irgendeiner Form unbezahlt freiwillig tätig und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. 

Die rund drei Millionen ehrenamtlich tätigen Österreicherinnen und Österreicher stellen rund 720 Millionen Stunden für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Verfügung, Österreich ist mit diesen Zahlen Weltspitze.

Nationalratsabgeordnete Claudia Plakolm, die selbst in mehreren Vereinen ehrenamtlich tätig ist, betont die Bedeutung der Freiwilligenarbeit für das gesellschaftliche, berufliche und private Leben: „Vom freiwilligen Engagement profitiert nicht nur die Gesellschaft, sondern auch jeder Einzelne. Es ist eine tolle Lebensschule und trainiert Fähigkeiten wie Verantwortungsbereitschaft, Organisation und Führungsqualität. Das eröffnet viele neue Perspektiven und Chancen.“

Ein Thema, das seit der Nationalratssitzung im Juni die Gemüter bewegt, ist die Frage der finanziellen Absicherung der Freiwilligenarbeit. Naturkatastrophen halten sich nicht an Büro- und Geschäftszeiten und viele Betriebe ermöglichen ihren Mitarbeitern ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten während der Arbeitszeit auszuüben.

Genau diese Unternehmen möchte die ÖVP mit einem Bonussystem belohnen, über welches in der Nationalratssitzung im Juli abgestimmt wurde. Grundlage für diese Gesetzesänderung ist ein Konzept des Bundesfeuerwehrverbandes, welches nun für alle Einsatzorganisationen Anwendung findet. Konkret sollen Unternehmen in der Privatwirtschaft, die Mitarbeiter (mindestens 100 Einsatzkräfte, Mindestdauer 8 Stunden) für Großschadensereignisse freistellen und das Entgelt fortzahlen, eine Entschädigung pro Tag und Mitarbeiter in Form einer „Einsatzprämie“ erhalten. Somit erhalten freiwillige Helfer weiterhin ihre Entgeltfortzahlung und die Unternehmen tragen nicht die ganze Last. Möglichst einfach und unbürokratisch abgewickelt wird diese „Einsatzprämie“ über die Bundesländer, die ja auch für den Katastrophenschutz in Österreich zuständig sind. Plakolm begrüßt die Gesetzesänderung: „Durch das Bonussystem wird das Ehrenamt gestärkt und die Unternehmen finanziell entlastet. Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Menschen in Österreich aus Überzeugung für andere Menschen einsetzen. Das ist einer der höchsten Werte, die eine Gesellschaft zu bieten hat.